MBSR - Stressbewältigung und Vorbeugung durch Achtsamkeit

Für wen ist das MBSR-Programm?

Das Programm richtet sich an Menschen:
  1. Die einen aktiven Beitrag zur Erhaltung oder Wiedergewinnung ihrer Gesundheit leisten möchten,
  2. Die Wege suchen, ihren beruflichen und/oder privaten Stress besser zu bewältigen,
  3. Die an Schlaflosigkeit, Nervosität, Konzentrationsmangel oder Erschöpfung leiden,
  4. Die durch akute oder chronische körperliche Erkrankungen oder Schmerzen belastet sind,
  5. Mit psychischen Beeinträchtigungen und Erkrankungen leben und eine Ergänzung zur medizinischen bzw. psychotherapeutischen Behandlung suchen,
  6. Der Kurs vermittelt eine Methode zur Selbsthilfe, ersetzt aber keine sonst notwendige medizinische oder psychotherapeutische Behandlung.
  7. Die Wirkung von MBSR ist wissenschaftlich gut untersucht.
Unter http://www.mbsr-verband.org/forschung.html finden Sie eine Auswahl von Studien im Zusammenhang mit MBSR.

« Erst wenn du gelernt hast, nichts zu sehen, bevor du es siehst, nichts zu fühlen, bevor du es fühlst, wird sich deine Angst in Staunen verwandeln.»

Klaus Haetzel, Wege auf Wasser und Feuer.


Allgemeine Wirkprinzipien von Achtsamkeit

  1. Bewußte Nutzung der bereits vorhandenen Fähigkeit zur Achtsamkeit durch den aktiven Prozeß der Aufmerksamkeitslenkung
  2. Aktiver Umgang mit unangenehmen Gedanken, Emotionen, Körperempfindungen, Schmerzen, etc.
  3. Bewußtheit für automatisierte Prozesse (Gefühle, Gedanken, Verhaltensmuster, Reaktionen)
  4. De-Automatisierung von Gedanken und Verhaltensgewohnheiten (durch innehalten und beobachten anstatt automatisch zu reagieren: z.B. Suchtdruck kann gespürt, muß aber nicht befriedigt werden) und schnellerer Abfall von Reaktionen
  5. Durchschauen der eigenen Vermeidungsstrategien
  6. Stärkung der Fähigkeit zur bewußten Dis-Identifikation/Distanzierung von unangenehmen Gefühlen/Gedanken/Körperempfindungen
  7. beim vollem Erleben dieser Phänomene
  8. Lebendiger und zweckfreier Kontakt zur Erfahrung des Hier und Jetzt (im Sinne des Paradoxes der Veränderung)
  9. Entwicklung und bewußte Nutzung eines metakognitiven Gewahrseins
  10. Achtsames Wahrnehmen von Ressourcen und intensivere Teilhabe am gemeinschaftlichen Leben
  11. Insgesamt intensivere Wahrnehmung bei einer besseren und schnelleren emotionalen Distanzierung (das Leben wird dadurch paradoxerweise bunter und lebendiger)

Durch Achtsamkeit kultivierte Qualitäten:

  1. Verbesserte Affektklarheit und -toleranz
  2. Stärkung der Konzentration statt Zerstreuung des Geistes
  3. Stärkung der Selbstwahrnehmung und Beobachtungsfähigkeit und Selbstreflexion (wissen, was wir tun, wenn wir es tun)
  4. Entwicklung von Mitgefühl für sich und andere
  5. Bewußtwerdung der eigenen Bedürfnisse
  6. Besänftigung und Kl%auml;rung des Gedankenaufruhrs, geistige Weite
  7. Zugang zu mehr Gelassenheit, innerer Ruhe und Stabilität, Zuversicht und Mut, Vertrauen und Wohlbefinden
  8. Frische und Flexibilität, „Anfängergeist“
  9. Größere Freiheit von Selbstverurteilung und Haltung von Akzeptanz und Nicht-Werten
  10. Stärkung der eigenen Selbstverantwortung und Erleben von Selbstwirksamkeit/Aktivität vs. Passivität („Es gibt einen Weg, um mit unseren Problemen konstruktiv umzugehen“)
  11. Stärkung der eigenen Ausdruckskraft und -genauigkeit und insgesamt verbesserte Kommunikationsfähigkeit (aktives Zuhören)
  12. Aktiver und positiver Umgang mit schwierigen Situationen

Jon Kabat-Zinn




Spruch des Moments

Achtsamkeit ist ein aufmerksames Beobachten, ein Gewahrsein, das völlig frei von Motiven oder Wünschen ist, ein Beobachten ohne jegliche Interpretation oder Verzerrung.

Krishnamurti


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